BKM Weimer verkündet Einigung in der Filmpolitik. Blockierte Fördergelder werden ab Ostern in der vollen Höhe von 250 Millionen Euro ausgereicht.
Lange konnte sich die Bundesregierung nicht darauf verständigen, ob Streamingdienste wie Netflix & Co gesetzlich dazu verpflichtet oder auf freiwilliger Basis in den deutschen Film- und TV-Markt investieren sollen. Zuletzt hatte der VTFF und die Produzentenallianz (PA) mit einer gemeinsamen Initiative für einen Kompromiss in Form eines flexiblen Investitionsgesetzes mit Öffnungsklauseln geworben (www.vtff.de). Damit hatten die beiden Branchenverbände für Bewegung in der festgefahrenen Debatte gesorgt.
Jetzt die von BKM Weimer verkündete Einigung: Das Gesetz sieht einen Investitionspakt vor und stellt sicher, dass Streaminganbieter und Sender einen Beitrag zur Finanzierung möglichst deutschsprachiger Investitionen leisten, um die Produktions- und Dienstleistungslandschaft in Deutschland dauerhaft zu stärken. Die mit den Bundestagsfraktionen der Koalition abgestimmte Einigung soll noch vor Ostern mit einem Kabinettsbeschluss besiegelt werden. Dann soll auch die bislang wegen der Uneinigkeit der Bundesregierung durch das Bundesfinanzministerium gesperrte zweite Hälfte der Filmfördergelder in einer Gesamthöhe von 250 Millionen Euro freigegeben werden.
„Die Einigung auf die Investitionsverpflichtung mit Öffnungsklauseln ist neben dem Wirken von BKM Weimer auch der gemeinsamen Brückeninitiative des VTFF und der Produktionsallianz zu verdanken“, so VTFF-Geschäftsführer Achim Rohnke. Dass die politische Einigung noch vor der für die Filmwirtschaft so wichtigen Berlinale (12.-22. Feb.) getroffen wurde, sei ein großer Erfolg für alle Beteiligten: „Jetzt können die deutschen Filmschaffenden mit festen Zusagen in die Gespräche mit der internationalen Filmwelt gehen.“ Besonders wichtig sei die Freigabe der Filmfördermittel in der gesamten Höhe für die technisch-kreativen Dienstleister der Film- und Fernsehbranche.
„Viele befinden sich in einer existenzbedrohlichen Lage“, so Rohnke weiter. „Wenn die Fördergelder wie angekündigt nun endlich freigesetzt werden, könnte das laufende Produktionsjahr 2026 für den Filmstandort Deutschland noch erfolgreich werden.“
Der Verband Technischer Betriebe für Film und Fernsehen e.V. ist das bundesweite Sprachrohr und Netzwerk der technisch-kreativen Dienstleistungsunternehmen für Film, Fernsehen und andere audiovisuelle Produktionen. Seine Mitgliedsunternehmen kommen aus den Bereichen Außenübertragung, Kamera- und Lichtverleih, Fundus, Studio, Virtual Production und Postproduktion für Bild und Ton sowie VFX und repräsentieren über die Hälfte des Marktvolumens.
Kontakt: VTFF | Jeannette Dobrunz | Tel. 0151-678 25 837 | www.vtff.de | info@vtff.de
PM – Durchbruch bei Investitionsgesetz setzt endlich Fördermittel frei
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